Radioempfang und Recht

Landesmedienanstalten

Nach 1945 wurde der Rundfunk in der Bunesrepublik Deutschland öffentlich-rechtlich organisiert. Hörfunk und Fernsehen sollten nie wieder als machtpolitisches Instrument mißbraucht werden. Auf der Grundlage der ab 1984 erlassenen Landesmediengestze wurden in Deutschland 15 Landesmedienanstalten eingerichtet, die für die Zulassung privater Anbieter und Veranstalter und für die Aufsicht zuständig sind.

Wie entsteht ein neues Hörfunkangebot?

Zunächst wird eine Frequenz öffentlich ausgeschrieben. Interessenten unterbreiten ein Angebot (mit Programmbeschreibung, Finanzplan, personeller und technischer Ausstattung und Offenlegung der Inhaber- und Beteiligungsverhältnisse). Der Antrag wir dann durch die Landesmedienanstalt geprüft und vom Medienrat genehmigt. Durch die LMAs wird auch die Vielfaltsicherung usw. sichergestellt.

Die gesendeten Beiträge müssen mitgeschnitten werden und werden stichprobenartig von den LMAs geprüft (Programmvielfalt, Jugendschutz, Werberechtlinien, Musikformat usw.) Schwerwiegende Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 500.000 DEM geahndet werden.

Kanalbelegung in den Kabelnetzen

Die Vielzahl neuer Programme und das Bestreben sowohl der öffentlich-rechtlichen als auch der privaten Veranstalter, ihre Programme möglichst vielen Zuschauern zugänglich zu machen, hat dazu geführt, daß die Kapazitäten in den Kabelnetzen nahezu erschöpft sind. In der Realität ist dies aber nur beim Fernsehen der Fall, beim UKW-Radio via Kabel sind die Kapaziäten bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Warum werden in vielen Ortsnetzen so wenige Kabelprogramme eingespeist? Hierfür gibt es einige Gründe:

Radio per Satellit

Eine sehr große Programmvielfalt hat man beim Radioempfang via Satellit, wobei beim neuen digitalen Dienst AstraDigitalRadio (ADR) schon mehr als 70 Programme empfangen kann, z.B. alle Radioprogramme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland.

Fragen, Änderungen, Anregungen, Ergänzungen ... bitte senden Sie mir eine Nachricht.
(c) Hans Müller Januar 1999 - 2003

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