probleme mit hp designjet 800ps und bitte um kaufberatung

Alles rund um die großformatige Reprografie: Goßformat-Plotter, speziell Tintenstrahlplotter für CAD- und Grafikanwendungen (z.B. HP DesignJet ) und digitale Plot-/Kopiersysteme, LFP, Scannen, Vektorisieren...

probleme mit hp designjet 800ps und bitte um kaufberatung

Beitragvon elle am 01.08.2005 20:05

hallo liebes forum,

wir sind ein designstudio mit cad-abteilung. momentan ist bei uns ein hp designjet 800 ps im einsatz, mit dem die cad-abteilung zufrieden ist, an dem sich die designer aber die zähne ausbeißen.

ich vermute, daß es an der druckersprache liegt. während hpgl ja für cad-daten optimiert ist, gibt es trotz des im technischen datenblatts angegebenen zusatzmoduls für tif- und jpg immer wieder große probleme beim spoolen und drucken von dateien aus gängigen grafik-programmen, wie z.b. freehand, indesign, photoshop. zum einen benötigt der drucker beim spoolen teilweise bis zu einer stunde (freehand), und zum anderen tut er sich zum teil auch schwer, verknüpfte indesign-bilder (z.b. tif) zu lesen - und läßt sie beim drucken einfach aus. darüberhinaus ist auch die farbumsetzung eine katastrophe, so wird beispielsweise ein helles grau aus bestimmten anwendungen heraus dunkelgrün gedruckt!

ich bin inzwischen der überzeugung, daß dieser plotter einfach nicht geeignet ist für design-anwendungen und denke, wir sollten uns unter umständen mit dem gedanken vertraut machen, ein anderes gerät bereitzustellen.

aber zu genau dieser fragestellung möchte ich gerne jemanden vom fach zu raten ziehen, da es von unserer seite bisher nur mutmaßungen gibt, und wir auch bei einer entscheidung für ein neues gerät nicht die falsche wahl treffen möchten.

-ist es wirklich der falsche drucker für unsere anforderungen? oder gibt es irgendeine einstellung, ein plug-in oder was auch immer, das das problem beheben könnte?
-gibt es unter umständen einen anderen großformatdrucker, der für beide abteilungen zufriedenstellend wäre?
-wenn nein, welche empfehlung gäbe es für den design-bereich?
-ich habe einen canon w8400 ins auge gefaßt - gibt es dazu meinungen?

und eine letzte frage:
hängt die lange spool-zeit und das auslassen verknüpfter dateien mit der umsetzung in die druckersprache zusammen oder kann es auch am speicher liegen? während epson und hp in den spezifikationen jeweils die speichergröße der drucker angeben, fehlt dieser hinweis bei canon. könnte auch dies unter umständen relevant sein?

herzlichen dank für's durchlesen, freue mich über jede zusätzliche information!

viele grüße

elle
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Software-RIP

Beitragvon LudgerHellerhoff am 02.08.2005 18:38

Hallo,

bei den genannten Problemen könnte ein Software-RIP helfen. Zum Beispiel dieses:

http://www.scp.de/de/daylightrip.html

Gruß aus Aachen

Ludger Hellerhoff
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Beitragvon oxident am 23.08.2005 17:36

Hi elle!

Der 800ps ist doch ein PostScript-Plotter, nicht wahr? Man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber von den technischen Daten her sollte das Teilchen durchaus in der Lage sein, vernünftige Ausdrucke auf's Papier zu bringen.

Da der HP-GL/2 bzw. HP-RTL-Treiber von HP ein doch nicht zu verachtendes Problem bei bestimmten Konstellationen von (Adobe-)Anwendungen, Seitengrößen und Qualitätseinstellungen hat, sollteset Du bei allen Anwendungen außer AutoCAD prinzipiell den PostScript-Treiber verwenden. Meines Wissens nach hast Du sonst auch absolut keine Chance, dass der Drucker (bzw. der Treiber) CMYK-Daten von der Anwendung geliefert bekommt.

Kurzum: Eine RIP-Software wäre sicherlich auch eine Lösung, aber da Du ja nunmal schon einen Plotter mit integrierter RIP hast, welche auch gar nicht mal so schlecht ist, solltest Du diese auch nutzen. Wie gesagt, hierzu ist der PostScript-Treiber von HP nötig. Außerdem ist es auch immer wieder sinnvoll, die Firmware auf den neuesten Stand zu bringen. Laut HP-Webseite ist die A.02.12 aktuell.

Der Canon ist sicherlich ein wenig besser, was die Druckqualität anbelangt, nur sollte auch Dein 800PS in der Lage sein, ein ähnliches Ergebnis zu erzielen. Beim Canon kämst Du auch um die Anschaffung einer RIP-Software nicht umher.

Da wären wir dann auch schon beim Thema Druckerspeicher. Meines Wissens nach spielt der Plotterspeicher folgende Rolle(n), abhängig von der verwendeten Druckersprache und somit auch dem Treiber:

HP-GL/2 per AutoCAD HDI bzw. HP-GL/2-Treiber mit Option "Umwandlung im Drucker"
Hier zählt nur der interne Arbeitsspeicher (RAM) und es gilt: Man kann gar nicht genug davon haben ;-) Prinzipiell kann man zwar nicht sagen, wieviel MB Plotdatei wieviel MB Hauptspeicher benötigt, aber bei komplexen Acad-Dateien sind schonmal 128MB erforderlich. Bei den meisten Illustrationsanwendungen reicht auch diese Menge beiweitem nicht mehr aus, weswegen hier auch viele Dateitypen einfach in diesem Modus "unplotbar" bleiben. Eventuell vorhandener Festplattenspeicherplatz im Plotter wird hier nicht benötigt bzw. verwendet (außer bei moderneren Plottern zwecks Archivierung der Druckjobs).

HP-RTL per HP-GL/2-Treiber mit Option "Umwandlung im Computer"
Hierbei "ebnet" (also rastert) der Treiber das gesamte Dokument, bevor er es zum Plotter schickt und teilt es (hoffentlich) in leicht-verdauliche Streifen auf. Der Plotter benötigt hierbei eigentlich nur 1-2MB RAM (bei CMYK mit je 1bit) bzw. 12MB bei RGB-Vollton. Also unwesentlich. Sehr wohl wichtig ist bei dieser Variante jedoch die Leistung des Host-Systems, also des Rechners, welcher die Druckdatei erstellt. Hier ist Vorsicht geboten, wenn man im Netzwerk plottet, da dieser "fiese" Teil der Umwandlung stets von dem Rechner ausgeführt wird, der die Warteschlange "besitzt". Diese Variante ist so oder so die einzig wirklich sinnvolle Methode, um anspruchsvolle Plots ohne Postscript-Plotter zu Papier zu bringen. Leider sind hier einige Fallstricke zu beachten. Ein kleines Beispiel wäre die GDI-Einschränkung. Eventuell vorhandener Festplattenspeicherplatz im Plotter wird auch hier nicht benötigt bzw. verwendet (außer bei moderneren Plottern zwecks Archivierung der Druckjobs).

PostScript 3 mit dem HP- bzw. AdobePS-Treiber
Dies ist die einzige Variante, die das interne RIP des Plotters nutzt. Hierbei wird die gesamte "Bärenarbeit" des eigentlichen Rasterns fast vollständig in's Gerät verlagert und der Spoolvorgang dauert im Idealfall so lange, wie die Dateiübertragung über den gewählten Anschluss halt dauert. Der Rechner bzw. die Anwendungen haben hier so gut wie gar keinen Stress und kopieren, vereinfacht gesagt, die einzelnen Dokumentobjekte 1:1 zum Drucker und dieser kümmert sich dann um den Rest. Dies fordert dann aber auch alle Komponenten des Plotters: Die CPU-Leistung und der verfügbare Arbeitsspeicher sind maßgeblich für die RIP-Geschwindigkeit im Gerät.

Hoffe, das hilft für den Anfang... ;-)

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